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Donnerstag, 14. Juli 2011

Bitte um Feedback

Einwanderer mit Blick auf Ellis Island, die letzte Etappe bevor sie ihr Ziel erreichen.

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe KollegInnen, liebe Leserinnen und Leser des StuBO-Tagebuches.

Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu.

Zeit, etwas innezuhalten und um eine kleine Rückmeldung zu bitten.

Wie fanden Sie die Angebote und Aktionen des vergangenen Schuljahres? Hier im Tagebuch und vor allem an unseren Schulen?

Was müsste verbessert/verändert werden?

Was ist nach Ihrer Ansicht gut gelungen?

Schreiben Sie mir ein paar Zeilen. Auch Kritisches, denn wir wollen besser werden und Ihre Bedürfnisse erfüllen.

Samstag, 9. Juli 2011

Sehr empfehlenswert: Berufe-Podcasts auf Bayern-online

Hier geht's zum Podcast-Überblick
Mehr als 350 Berufe im Dualen System, dazu kommen Lehrstellen bei Behörden und der Bahn, außerdem locken Fachschulen mit ihren Abschlüssen: Doch welche Ausbildung in Betrieb und Berufsschule ist für wen richtig? "Ich mach's!" bringt es auf den Punkt. Ob Kfz-Mechatroniker oder Arzthelferin, Holzbildhauerin oder Kaufmann für Dialogmarketing: Wir zeigen, welche Voraussetzungen gefordert sind, auf was es in der Lehre ankommt. Jede Woche stellen wir einen weiteren Beruf in seinen vielen Facetten vor.

Seit Februar 2008 wird jede Woche ein Beruf vorgestellt. Der Download kann etwas Zeit in Anspruch nehmen, immerhin handelt es sich um Filme von etwa 15 Minuten Länge.

Typische Aufgaben des Berufsalltags werden gezeigt, negative Seiten des Berufs dabei nicht verschwiegen, erforderliche Fähigkeiten reflektiert, die Ausbildungsvoraussetzungen besprochen, das Einkommen benannt und Beschäftigungs- wie Karrieremöglichkeiten erläutert.

Ich habe mir gerade den Film zur "Steuerfachangestellten" angeschaut. Das Konzept der Reihe stimmt. Empfehlenswert!

Stöbern Sie auf der Seite von Bayern-online!

Tipp: Die Filme werden auch im SR-Fernsehen ausgestrahlt. Aktuelle Infos erhalten Sie hier:


In Verbindung mit weiteren medialen Angeboten wie dem des


wird der berufliche Orientierungsprozess wirksam unterstützt.



Samstag, 2. Juli 2011

Studienbewerbung

Das aktuelle Abi-Heft hat den Schwerpunkt

Studienbewerbung. Es liegt aus und kann hier heruntergeladen werden:

Donnerstag, 30. Juni 2011

Ausbildung bei Audi

Hier geht es zur Audi-Homepage.
Sie begeistern sich für Automobile und innovative Technologien? Sie möchten diese Leidenschaft zum Beruf machen und bei Ihrem Audi Betrieb vielleicht auch Karriere machen?

Zum Beispiel als

KFZ-Mechatroniker

Bei der täglichen Werkstattarbeit sind Kfz-Mechanik und Kfz-Elektronik kaum mehr zu trennen. Längst werden fast alle Funktionen im Fahrzeug elektronisch kontrolliert, dadurch ergeben sich höhere Anforderungen an die Fahrzeugdiagnose mit umfassenden beruflichen Qualifikationen.
Sie sind in einem neuen Ausbildungsberuf untergebracht, der Mechanik und Elektronik miteinander verbindet und in dessen Mittelpunkt Diagnose-, Instandhaltungs-, Aus-, Um- und Nachrüstarbeiten ebenso stehen wie die Kommunikation mit Kunden.

Voraussetzungen

■Interesse an Kraftfahrzeugen und Produkten von Audi
■physikalisch-technisches Verständnis
■Gespür für vernetzte Systeme
■Teamfähigkeit
■Ausdauer, Konzentration, Geduld und Reaktionsschnelligkeit
■guter Realschul- oder sehr guter Hauptschulabschluss

Viele weitere Infos, z.B. zu Spezialisierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten NACH der Ausbildung finden Sie auf der Homepage von Audi.

Mittwoch, 29. Juni 2011

Mach dich fit für die Bewerbung! Das Anschreiben.

Das Bewerbungstraining von planet-beruf.de, ein Service der Arbeitsagentur für Schülerinnen und Schüler.
Ich werde das Bewerbungstraining von planet-beruf.de jetzt für euch ausprobieren und von meinen Erfahrungen berichten. Los geht's!

Zunächst rufe ich das Training auf:


In der linken Spalte entdecke ich eine ganze Reihe von bewerbungsdienlichen Aktivitäten. Heute möchte ich den dunkelblauen Button

"Anschreiben, Lebenslauf und Co."

auswählen. Hier kann ich lernen, was alles zu einer guten Bewerbungsmappe gehört.

Ich beginne also mit dem Anschreiben.

Ich rufe die Seite auf und erfahre viel darüber, was alles zu beachten ist. (Das sollte man sich aufmerksam durchlesen und die Links ausprobieren und dort weiterarbeiten!)

Dann klicke ich auf das Arbeitsblatt "Das Anschreiben" (Es ist ein pdf-Dokument; eigentlich sind es zwei: Einerseits ein Beispiel für ein gutes Anschreiben und dann für ein misslungenes.)


Darauf gibt es noch zwei weitere Infoseiten und schließlich muss man selbst aktiv werden: Nach dem Anklicken öffnet sich ein vorbereitetes Worddokument, das dabei hilft, selbst ein Anschreiben zu erstellen:


Mein Eindruck: Beim Bewerbungstraining "Anschreiben" handelt es sich um eine wirklich gut aufgebaute Anleitung an deren Ende man selbst aktiv werden muss, um ein richtiges Anschreiben zu erstellen. Die Wissensseite und die Seite der Fertigkeiten sind gelungen verbunden.

Meine Empfehlung: Das Programm aufrufen und in aller Ruhe ausprobieren. Die Ergebnisse können wir uns im Unterricht dann anschauen.

Nächstes Mal geht's weiter mit dem Thema "Lebenslauf".

Samstag, 25. Juni 2011

5. Stadtwerke energy camp 2011

Zur Anmeldung auf das Logo klicken!

Vom 29. August bis 2. September 2011 haben 25 Schülerinnen und Schüler ab der 10 Klasse aus Bielefeld und dem Kreis Gütersloh die Möglichkeit interessante Berufsfelder zu entdecken und viele Informationen zur Technik und zum Einsatz der Erneuerbaren Energien zu bekommen.

Auf dem Programm stehen neben der Besichtigung der Photovoltaikanlage auf der Schüco-Arena und einer Biogasanlage auch der Besuch von Energieunternehmen und Forschungseinrichtungen sowie die Fahrt zu einer Windkraftanlage. Das Thema Elektromobilität wird ebenfalls behandelt.


Mit Praktikern entwickeln die Teilnehmer/innen eigene Szenarien mit Erneuerbaren Energien für Ostwestfalen-Lippe und lernen die Chancen und Tücken beim Ausbau der Erneuerbaren Energien kennen. In Gesprächen mit Studierenden und einem akademischen Berufsberater werden neben wichtigen Tipps und Anregungen zum Studium auch alle Fragen zu Studiengängen und Hochschulen in OWL beantwortet.

Das Abendprogramm setzt sich aus Grillabenden, Teamspielen und Gespräche in lockerer Runde zusammen. Die vier Übernachtungen finden im Jugendgästehaus in Bielefeld statt.

Wer kann teilnehmen?

Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 10 der Schulen in Bielefeld und dem Kreis Gütersloh, die sich für Zukunftsenergien begeistern und Einblicke in die Welt der Energieberufe gewinnen möchten.

Die Kosten für die Übernachtung und Verpflegung (VP) betragen 30 Euro pro Person. Alle Fahrten, Exkursionen, Workshops und Materialien sind kostenfrei.

Anmeldeschluss ist der 22. Juli 2011.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Konstruktivistische Entwicklungstheorie des beruflichen Verhaltens. Teil 1 (Theorien der Berufswahl aus der Sicht schulischer Berufsorientierung 3)

Die folgende Darstellung lässt sich leiten von der Darstellung der Theorie im Kapitel 5 „Career Construction. A Developmental Theory of Vocational Behavior“, von Mark L. Savickas, in Duane Brown (Hrsg.): Career Choice and Development. 4. Auflage, San Francisco 2002, S. 149-205.


Die Auswahl einer Entwicklungstheorie an dritter Stelle meiner Skizze von Berufswahltheorien hat zwei Gründe: Die Entwicklungstheorie lässt sich als ergänzende, aber auch transformierende Fortschreibung der zunächst vorgestellten Theorien verstehen.

Der Blick auf die Person wird über die Eigenschaftsperspektive hinweg auf die der sich entwickelnden Individualität ausgeweitet.

Die Fremdzuschreibung von Eigenschaftsmustern, die über standardisierte Testverfahren erhoben werden, also von einem vorgestellten Dritten („Forscher“ / „Psychologin“ / „Berater“) vorgenommen wird, wird zumindest partiell ersetzt um die der narrativen Selbstzuschreibung: Berufsbiographie als laufend zu konstruierende, kontextabhängige Erzählung des „Betroffenen“ selbst.

Beide Erweiterungen sind für Schule von Bedeutung. Der entwicklungstheoretische Theoriestrang, seinerseits wird er in einem weiteren Beitrag um die Theorie von Linda Gottfredson zu erweitern sein, ermöglicht die Anknüpfung an die Bemühungen um individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler. Vermutlich wird die Entwicklungstheorie zudem auch die Brücke schlagen zwischen den theoretischen und für die Schülerinnen und Schüler zunächst nicht in wünschenswertem Ausmaße verständlichen Ergebnisse eigenschaftstheoretischer Art, die etwa in Kompetenzfeststellungsverfahren oder in der Durchführung der Planet-Berufe-Verfahren gewonnen werden.

Die Umstellung von der Zuschreibung auf die Selbstzuschreibung beruflicher Orientierungen wird, so vermute ich, einen Beitrag zur Motivation liefern. Freilich wird innerhalb von Schule Raum zur Verfügung stehen müssen, in dem mit narrativen Verfahren gearbeitet werden kann.

1. Individuelle Entwicklung vs. individuelle UnterschiedeEinerseits ergänzt die Entwicklungstheorie die zuletzt vorgestellte Theorie Hollands um die Perspektive der individuellen Entwicklung. Ihr geht es nicht um berufliches Verhalten, insofern es darstellbar ist durch Kombination feststellbarer Persönlichkeitszüge bzw. derart charakterisierbarer Arbeitsumwelten, sie konzentriert sich nicht „on occupations and the types of people who fill them“, bzw. sucht nicht „a few stable traits or personality types“ zu identifizieren, „that differentiates people in meaningful ways relative to occupational requirements.“ (vgl. das RIASEC-Verfahren http://stubotagebuch.blogspot.com/2010/11/hollands-theorie-teil-6.html). Ihr geht es um die Entwicklung der Persönlichkeit, sofern diese für die berufliche Orientierung von Bedeutung ist.
Die Eigenschaftstheorie muss sich bei Momentaufnahmen der Person bescheiden. Die Entwicklungstheorie gibt den Blick frei für das ganze (Berufs-)Leben. Sie gibt einen Überblick.

Aus schulischer Perspektive kommen damit auch die Lehrerinnen und Lehrer mit ihren jeweiligen beruflichen Entwicklungsphasen ins Thema und nicht nur die Kinder und Jugendlichen. Hier könnte sich eine neue vertrauensvolle Berufsorientierung ergeben, wenn die Lehrerinnen und Lehrer z.B. nicht nur als beruflich „fertige“, „ausgebildete“ Personen, die „das“ alles hinter sich haben, den unsicher-suchenden Schülern gegenübertreten, sondern ebenso als suchende, nur eben in einer anderen Entwicklungsphase mit ihren je eigenen Entwicklungsaufgaben (Konkretes hierzu unten).


2. Sozialer Konstruktivismus vs. Fremdzuschreibung von Eigenschaften

Die berufliche Entwicklungstheorie lehnt sich an die Forschungen zum Sozialen Konstruktivismus an. Insofern wird hier der rote Faden einer prozessorientierten Berufswahltheorie aufgegriffen, der in der zunächst vorgestellten Sozial-kognitiven Berufswahltheorie im Ausgang von den Forschungsergebnissen Albert Banduras verfolgt worden war (s. die früheren Beiträge auf diesem Blog).




Eine gute Orientierung mit Blick auf die Prinzipien des Sozialen Konstruktivismus gibt das Arbeitspapier 7 der Bochumer Arbeitsgruppe für Sozialen Konstruktivismus und Wirklichkeitsprüfung, S.9-14 in Thesenform gegeben werden. (Link über das Bild):


3. Organistisches vs. kontextualistisches Weltmodell

Eine weitere These, die für die Berufswahlforschung von Bedeutung ist, stellt fest, dass die Berufsvorstellungen der Person nicht der Ausdruck eines sich entwickelnden beruflichen Kerns sind, der sich bei entsprechenden Umwelteigenschaften einem Programm gemäß entfaltet, so wie der erblühte Baum aus dem Samenkorn:

„Carrers do not unfold; they are constructed.“

Darin liegt „the switch from an organismic worldview to a contextualistic worldview – one more attuned to coceptualizing development as driven by adaptation to an environment than by maturation of inner structures.” (Savickas in: Brown 2002, S. 154)

Hier fragt man sich natürlich, ob es nicht doch auch die Anlage ist, welche zur Steuerung der Konstruktionen beiträgt. Die Frage ist nur wie, warum und wann. Das gilt zum Beispiel für das Temperament einer Person.
Die Forschungsmeinung geht wohl z.Zt. eher dahin, dass Anlage Steuerungsspielräume (auf Zeit? Sensible Phasen / Zeitfenster) eröffnet, die über Umwelt im förderlichen wie abträglichen Sinne verdeckt oder freigelegt, freigehalten, stimuliert werden können.

(Vgl. etwa Fonagy u.a.: Affektregulierung, Mentalisierung und Entwicklung des Selbst, Stuttgart 2004, S. 121: „Bohmann (1996) berichtete, dass Kriminalität lediglich in solchen Fällen auch mit einem genetischen Risiko zusammenhängt, in denen Kinder mit kriminellen leiblichen Eltern von dysfunktionalen Familien adoptiert wurden. Ob ein genetisches Risiko manifest wird oder nicht, hängt also von der Qualität der familiären Umwelt ab, in der das Kind aufwächst.“)